Weichgewebssarkome

Frühzeitige Diagnose und interdisziplinäre Zusammenarbeit verschiedener Experten bzw. an der Behandlung beteiligter Fachrichtungen sind bei dieser Erkrankung entscheidend für den Verlauf und die Überlebensprognose. Es bestehen etwa 140 histologische Typen gut- und bösartiger Weichgewebetumoren, wobei meist bösartige Tumoren auftreten, die als lebensbedrohende Erkrankung einzuordnen sind.

Die Behandlungsqualität beginnt bereits bei der Erstvorstellung des Betroffenen in einer möglichst auf Sarkombehandlung spezialisierten Klinik/Praxis. Patienten mit Verdacht auf Sarkom durchlaufen einen speziellen Behandlungspfad .

Behandlungsweg

Zunächst werden die Patienten vom Praxisinhaber Prof. Sauerbier, der Patienten mit Sarkomerkrankungen seit weit über 20 Jahren behandelt, ausführlich untersucht. An Diagnostik sind meist eine Ultraschalluntersuchung sowie ein Kernspintomogramm (MRT) zur Beurteilung von Lokalisation und Größe des Tumors notwendig. 

Als nächster Schritt folgt bei entsprechender Größe des Tumors in der Regel eine fachgerechte Probeentnahme, die durch einen Pathologen begutachtet wird.

Kommt es zur Diagnose eines Weichgewebesarkoms, wird in der Regel eine Referenzpathologie durch ein auf Sarkome spezialisiertes pathologisches Institut vorgenommen. Die Ergebnisse der pathologischen Untersuchung werden dann im interdisziplinären Tumorboard zusammen mit Plastischen Chirurgen, Onkologen, Pathologen, Strahlenmedizinern und Chirurgen besprochen, bevor für den jeweiligen Patienten ein Behandlungspfad festgelegt wird. Hierbei wird erörtert, ob im Vorfeld einer chirurgischen Entfernung des Tumors eine Strahlen- oder Chemotherapie durchgeführt werden muss oder erst danach.

Bei der Tumorentfernung, die durch Prof. Sauerbier durchgeführt werden kann, erfolgt die Exzision des Tumors mit großem Sicherheitsabstand, d. h. ein den Tumor umgebender Weichteilmantel wird mit entfernt.

Dabei wird mit modernsten mikrochirurgischen Techniken darauf geachtet, möglichst Gefäße, Nerven, Knochen und funktionell wichtige Strukturen zu erhalten. Ist dies nicht möglich, sind plastische Chirurgen mit entsprechender Erfahrung in der Behandlung von Tumoren dieser Art als Spezialisten für rekonstruktive Mikrochirurgie in der Lage, entsprechende Funktionswiederherstellungen mit speziellen plastisch-chirurgischen Techniken durchzuführen, wodurch eine gute Lebensqualität ermöglicht wird.

Weiterhin erfolgt bei den meisten Operationen die Deckung des durch die Tumorentfernung entstandenen Gewebedefekts mittels einer sogenannten Lappenplastik, d. h. einer Gewebetransplantation.

Diese Gewebetransplantation führt dann zu stabilen Weichteilverhältnissen, die häufig nach Abschluss der Wundheilung folgende Strahlentherapie kann problemlos durchgeführt werden. 

Die Patienten mit Weichgewebesarkomen werden selbstverständlich regelmäßig im Rahmen von onkologischen Kontrollen nachuntersucht und vom Praxisinhaber Prof. Sauerbier weiter betreut.